Anhänger Motorradtransport

Fahrzeugabnahme durch die Katze

Um unser Vorhaben, zukünftig ein Motorrad mit in den Urlaub zu nehmen, in die Tat umsetzen zu können, benötigen wir natürlich ein geeignetes Transportmittel, denn aufgrund der Tatsache, dass unser VW LT 28 in der aufgelasteten Version das zulässige Gesamtgewicht in Höhe von 2.950 KG nicht überschreiten darf, kommt ein Transport im oder direkt am Fahrzeug nicht in Frage.  Bei der Suche nach einem passenden Anhänger eröffnen sich einem dann zahlreiche Möglichkeiten.

Eine Fahrzeuggruppe umfasst die „praktischen“ Anhänger, die recht klein sind, auf denen man dennoch ein ausgewachsenes Motorrad transportieren und die man aufgrund der durchdachten Konstruktion hochkant in der Garage an die Wand lehnen kann. Diese Anhänger haben allerdings zwei entscheidende Nachteile: Aufgrund ihres pfiffigen Designs sind sie zum Teil wesentlich teurer als herkömmliche Anhänger und überwiegend nur ungebremst zu bekommen. Da wir aber sehr oft in bergigen Gegenden unterwegs sind, und ich den Bremsen unseres LT 28 nicht noch weitere 100 – 150 KG für den Anhänger sowie 200 KG für eine vollgetankte Enduro zumuten will, soll auf jeden Fall ein Exemplar mit Auflaufbremse her. Die Mehrkosten in Höhe von ca. 300,– € für die gebremsten Varianten scheinen mir auf Dauer sinnvoll angelegt.

Am Ende der Suche habe ich dann bei der Firma Ahrens & Ullmann in Edewecht einen gebremsten speziellen Anhänger für den Transport von Motorrädern bestellt. Es handelt sich um einen STEMA MT 850 mit Platz für 2 Motorräder und Auffahrrampe in der Mitte. Da wir aber vorerst nur ein Motorrad transportieren werden, und ich mir das Verladen etwas erleichtern möchte, habe ich einige kleine Umbauarbeiten vorgenommen. Eine der Schienen fristet nun ihr Dasein auf unserem Dachboden, die verbliebene habe ich in der Mitte installiert, wo bislang die Auffahrrampe auf den Hänger geschraubt wurde. Diese kann man auch auf der rechten Fahrzeughälfte verschrauben, entsprechende Vorkehrungen hat der Hersteller bereits getroffen. Die linke Seite des Anhängers war somit frei und damit man beim Verladen des Motorrades nicht auf dem Rahmen oder in seinen Zwischenräumen herumturnen muss, habe ich hier eine Siebdruckplatte in einer Dicke von 15mm verschraubt und dabei die vorhandenen Bohrungen genutzt, die bislang der Aufnahme der zweiten Motorradschiene dienten. 20,00 € für die Platte und 3,– € für Schrauben, selbstsichernde Muttern und Unterlegscheiben, mehr hat diese Aktion nicht gekostet.

Schiene, Rampe, Siebdruckplatte

Weitere 49,00 € habe ich allerdings dann doch noch ausgegeben, um die Spanngurte und das ganze Geraffel zum Verzurren des Motorrades in einer Deichselbox zu lagern, damit man immer alles dabei hat, wenn der Anhänger zum Einsatz kommen soll. Die Deichselbox ist dann aber doch nicht zu einer solchen geworden, weil sie auf der recht kurzen Deichsel zwischen dem Vorderrad des nun in der Mitte stehenden Motorrades und dem Bremshebel im angezogenen Zustand keinen Platz gefunden hat. Ich habe sie daher einfach auf der Siebdruckplatte verschraubt und dabei kräftige Schrauben, ebenfalls selbstsichernde Muttern und Metallplatten verwendet, die ein Ausreißen der Box aus der Siebdruckplatte verhindern sollen.

Deichselbox

Das wirkt insgesamt sehr stabil und ist hoffentlich regelkonform. Die Rennleitung, die mich neulich auf der Autobahn überholte und den Anhänger während des Überholens intensiv in Augenschein nahm, schien jedenfalls keinen Verstoß zu sehen, da ich meine Fahrt ungehindert fortsetzen konnte…

 

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