Kampf dem Kabelsalat

Auf die Frage nach dem korrekten Anschluss des Campers an die Stromversorgung des Urlaubsortes gibt es eigentlich nur eine richtige Antwort. Für alles – und natürlich auch dafür – gibt es eine entsprechende Industrienorm, hier die DIN/VDE 57100 Teil 721, wonach ein Kabel des Typs H07RN-F 3G2,5 mit einer maximalen Länge von 25 Metern zu verwenden ist. Ich habe diese Norm weitgehend befolgt, einzig hinsichtlich der Länge des Kabels habe ich mich für 50 Meter entschieden. Auf Korsika haben wir es beispielsweise schon erlebt, dass wir mit der maximal erlaubten Länge von 25 Metern niemals Strom an unseren Bus bekommen hätten. Da waren selbst die 50 Meter manchmal knapp. Im Verhältnis zu den abenteuerlichen Konstruktionen, die man ansonsten auf südeuropäischen Campingplätzen manchmal vorfindet, scheint mir unsere Abweichung von der Norm vertretbar. Aber hier muss jeder für sich entscheiden, wie er das Problem löst. Ich bin kein Elektriker und handele nach bestem Wissen und Gewissen.

Auf den ersten Touren habe ich das Kabel aufgerollt und in den Bus gestopft. Nach der zweiten Tour ging dann bereits das aufwändige Entwirren des Kabels los, bei 50 Metern Länge eine zeit- und nervenraubende Angelegenheit. Eine Alternative musste her. Eine Kabeltrommel ist natürlich immer die ordentlichste Möglichkeit, ein Kabel von A nach B zu transportieren und es rasch auf- und abgerollt zu bekommen. Alle von mir angeschauten Kabeltrommeln waren aber für das dicke Kabel und die Länge viel zu klein.

Also bestellte ich mir im Internet eine stabile Gartenschlauchtrommel und erarbeitete mir für das Aufrollen des Kabels folgende Vorgehensweise:

Stecker in der Trommel fixiert

Den Stecker, der direkt am Bus angeschlossen wird, fixiere ich mit einem kleinen Holzstück im Innern. Das bedeutet natürlich, dass ich, wenn ich das Kabel nutzen will, die gesamte Länge abrollen muss, um an den Stecker zu kommen. Natürlich auch dann, wenn ich mit dem Bus direkt neben der Stromsäule stehe. Aber das ist angesichts der Tatsache, dass man das Kabel ja ohnehin aus thermischen Gründen beim Gebrauch stets komplett abgerollt haben soll, eher vorteilhaft, denn so wird man nicht verleitet, das Kabel auf der Trommel zu lassen.

Das Kabel wird dann am anderen Ende aus dem Innenraum heraus- und auf die Trommel geführt. Dann beginnt die Kurbelei und in kürzester Zeit sind die 50 Meter Kabel aufgerollt. Absolut praktisch und für mich soweit perfekt. Vielleicht hat ja noch jemand den einen oder anderen Verbesserungsvorschlag für mich. Ich freue mich über Anregungen und Kommentare.

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